Mietschuldenfreiheits­­­bescheinigung - PDF-Vorlage

Mietschuldenfreiheitsbescheinigung - alles was Sie dazu wissen sollten!

Mit einer Mietschuldenfreiheitsbescheinigung können sich Vermieter davon überzeugen, ob zukünftige Mieter ihren Zahlungsverpflichtungen bisher pünktlich nachgekommen sind. Ein Vermieter kann sich mit einer solchen Bestätigung aus dem letzten Mietverhältnis des potentiellen Neumieters dahingehend absichern, dass es sich bei dem Interessenten nicht um sogenannte Mietnomaden handelt.

Hier können Sie sich eine PDF-Vorlage herunterladen. Zudem klären wir, wie eine solche Mietzahlungsbestätigung ausgestellt wird und welche Hürden es eventuell zu nehmen gibt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Mietschuldenfreiheits­bescheinigung?

Hierbei handelt es sich um ein Dokument, in dem der bisherige Vermieter seinem Mieter ein Zeugnis darüber ausstellt, ob er pünktlich und vollständig seine Miete bezahlt hat, also eine Bestätigung über die Mietschuldenfreiheit. Diese Mietzahlungsbestätigung wird gern eingesehen, um sich ein Bild über die Zahlungsmoral der zukünftigen Mieter machen zu können.

Wie sieht ein Nachweis aus?

Egal ob Sie Mieter oder Wohnungseigentümer sind, eine Mietschuldenfreiheitsbestätigung erfordert kaum Aufwand. Unsere Vorlage zur Mietschuldenfreiheitsbescheinigung können Sie ganz bequem ausdrucken, ausfüllen und vom Vermieter unterzeichnen lassen.

Zu den wichtigen Angaben zählen:

  • Daten des Vermieters oder der Hausverwaltung
  • Daten des Mieters
  • Angaben zum Mietverhältnis (Dauer und Grund der Kündigung)
  • Bescheinigung über pünktlich geleistete Zahlungen (meist nur über die Miete) 
  • Angaben über Mietschulden und daraus resultierende Zahlungsvereinbarungen
  • Bestätigung durch die Unterschrift des Vermieters

PDF-Vorlage: Mietschuldenfreiheits­bescheinigung

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Welche Vorteile ergeben sich für den Mieter?

In den meisten Fällen kommen auf ein Wohnobjekt unzählige Interessenten, vor allem in beliebten Städten und Wohngegenden. Kann der Mietinteressent eine Mietschuldenfreiheitsbestätigung vorgelegen, zeugt die positive Auskunft nicht nur von der guten Zahlungsmoral des potenziellen Mieters, sondern baut gleichzeitig Vertrauen zum zukünftigen Vermieter auf.

Welche Vorteile ergeben sich für den Vermieter?

Als Wohnungseigentümer können Sie sich meist aufgrund mehrerer Interessenten den für Sie geeigneten Mieter heraussuchen. Auf welche Kriterien sollten Sie achten? Neben der „Chemie, die stimmen muss“, sind es in der Regel klare Fakten, wie Familienstand, Haustiere, das Einkommen und die Zuverlässigkeit bei der Zahlung der Miete. Ein entsprechender Nachweis wie die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung kann einen ersten Eindruck vermitteln.

Warum ist die Ausstellung nicht verpflichtend?

Die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung ist zunächst rechtlich nicht aussagekräftig, da in dem Dokument keine Angaben zur rechtzeitigen und vollständigen Bezahlung der Betriebskosten aufgeführt sind. Ebenso ist kein Eintrag vorgesehen, bei dem es um einen konkreten Zeitrahmen geht. Wie lange das Mietverhältnis bestand und für welchen Zeitraum der Nachweis gilt, muss nicht zwingend belegt werden.

Hinzu kann eine für den bisherigen Vermieter ungünstige Ausgangsposition kommen, wenn er die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung unterzeichnet. Zum Zeitpunkt der Bescheinigung wird er rechtlich gesehen dazu aufgefordert, sich verbindlich zum Stand der Mietzahlungen inklusive Betriebskosten zu äußern. Unterschreibt ein Wohnungseigentümer trotz ausstehender Betriebskostenabrechnung, die in dieser Bescheinigung gar nicht schriftlich festgehalten wird, verliert er den gesetzlichen Anspruch auf Zahlung der Betriebskosten. Diesen Nachteil wollen viele Vermieter nicht eingehen und unterzeichnen eine solche Bescheinigung nicht.

Gibt es Gründe den Nachweis nicht auszustellen?

In manchen Fällen ist das Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter getrübt, wenn der Mieter den Mietbetrag und/oder die Betriebskosten gekürzt hat. Auch wenn dies auf rechtlich sicherer Basis zustande kam, so ist der Wohnungseigentümer möglicherweise dennoch nicht geneigt, eine Mietschuldenfreiheitsbestätigung auszustellen.

Da die Ausstellung einer Mietschuldenfreiheitsbestätigung für den Vermieter nach dem BGH-Urteil Az.: VIII ZR 238/08 nicht verpflichtend ist, kann die Herausgabe dieses Dokuments nicht erzwungen werden.

Was tun, wenn Sie keine Bescheinigung erhalten?

Sollte der Vermieter keine Bescheinigung unterschreiben, gibt es die Möglichkeit, eine Bestätigung bzw. Quittung über den gezahlten Mietpreis anzufordern. Nach § 368 BGB ist der Vermieter zur Aushändigung einer Quittung verpflichtet.

Mietschuldenfreiheitsbescheinigung

Als Mieter können Sie allerdings auch einen entsprechenden Kontoauszug der Hausbank ausdrucken. Mit der Suchfunktion im Online-Konto lassen sich alle Mietzahlungen zusammenfassen und ausdrucken. Auch die Schufa-Auskunft wäre eine weitere Möglichkeit, die positive Zahlungsfähigkeit schriftlich zu bestätigen. Die sogenannte Mieterselbstauskunft ist ebenfalls eine geeignete Alternative zur Mietschuldenfreiheitsbescheinigung. In diesem Fall werden alle relevanten Punkte über das Zahlungsverhalten und eventuelle Schwierigkeiten aufgelistet. 

Was kostet die Bescheinigung?

In der Regel wird ein Vermieter eine Gebühr erheben, um sich den Aufwand für das Ausstellen der Bescheinigung entlohnen zu lassen. Meist belaufen sich die Gebühren auf etwa 20 bis 50 Euro, ebenso wie die Quittierung der Mietzahlungen.

Gibt es Sonderfälle bei der Mietschuldenfreiheit?

Wir möchten hier auf zwei Sonderfälle aufmerksam machen, bei denen es zu Abweichungen von der regulären Mietschuldenfreiheitsbestätigung kommen kann:

  • Untermiete 
  • Eltern als Mieter

Untermiete

Untermieter ist derjenige, der mit dem Hauptmieter der Wohnung oder des Hauses einen Mietvertrag geschlossen hat. Das gilt z.B. auch für ein Zimmer in Wohngemeinschaften. Da der Mietzins an den Hauptmieter gezahlt wird, ist dieser auch für das Ausstellen der Mietschuldenfreiheitsbestätigung zuständig. Auch er kann rechtlich nicht zum Nachweis gezwungen werden.

Wenn Eltern die Mieter sind

Mietverträge für die erste Wohnung oder ein Zimmer in einer WG werden oft von Eltern unterzeichnet. In manchen Fällen wird dies sogar vom Vermieter verlangt, um Zahlungssicherheit zu gewährleisten. Hier ist eine Bestätigung der regelmäßigen und vollständigen Mietzahlungen von den Eltern vorzuzeigen.

Wird der Auszubildende oder Studierende selbst Mieter, kann es für ihn natürlich keine Bestätigung der Mietschuldenfreiheit geben. Bei Interesse an ein Wohnobjekt sollte dies mitgeteilt werden, damit kein Nachteil gegenüber anderen Mitbewerbern entsteht. Möglicherweise könnten die Eltern die Übernahme einer Bürgschaft in Aussicht stellen, falls es zu Zahlungsschwierigkeiten kommen sollte.

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